Tag 10 – genießen

Tja, was kann man zum heutigen Tag sagen? Heute ist Sonntag. Wir waren heute sowohl am Pool als auch am Strand. Es ist einfach nur herrlich hier. So langsam kommt man gedanklich hier in Thailand an. Die Mentalität unterscheidet sich von unserer, sie ist jedoch sehr angenehm zu erleben. Das ständige Lächeln, das verbeugen, dass Hände falten, dinge, die wir in Deutschland gar nicht mehr so erleben. So langsam müssen wir an unserer Rückkehr denken. Deswegen werden heute verschiedene Andenken an zu Hause gekauft. Alles nur Kleinigkeiten, aber dennoch Andenken an einen tollen Urlaub.

Advertisements

Tag 9 ausruhen

Ein neuer Tag und was muss ich feststellen? Schnupfen! Zum Glück kommt der am Tag nach dem letzten Tauchgang. Mir geht’s eigentlich gar nicht gut. Nase zu. Ohren zu. Mattscheibe. Deswegen geht’s mal kurz zur Apotheke. In Thailand, so habe ich mir sagen lassen, geht man nicht zum Arzt, sondern eher zur Pharmazie. Ich schildere den netten Mann meine Symptome und bekomme als Diagnose: einer Erkältung. Die Medikamente kosten zwei Euro. Ich kann schon vorwegnehmen: die Dinger haben geholfen. Ansonsten war der heutige Tag geprägt durch ausruhen.

Tag 8 – 3 Tauchgänge warten

Wie an jedem Tauchtag klingelt um 6:30 Uhr der Wecker und es ist um 8 Uhr Abfahrt zum Hafen. Wir haben erfahren, dass wir nicht auf dem Tauchschulschiff sein werden, sondern auf einem fremden Schiff. Nochmal gut, dass André mit dabei ist. Der Plan für heute: King Cruiser, Shark Point und Koh Doh Mai.

Nach etwas mehr als 1 Stunde Fahrzeit machen wir mitten im Meer fest. Es wurde zwar alles beim Briefing besprochen, aber etwas mulmig ist mir schon. Eine etwa 30 cm große Boje treibt hier mitten im Meer und zeigt, wo die Tauchstelle des Wracks liegt. Also runter auf etwa 20 m und oh Wunder, die Natur hat aus dieser alte Fähre, die 1997 gesunken ist, einen Lebensraum für tausende Fische gemacht. Wow! Wir tauchen sowohl außen am Schiff entlang, als auch hinein. Überall Korallen, große Wimpelfische, Kugelfische, 2 schöne, große Rotfeuerfische, Glasgarnelen, Barakudaschwärme und vieles, vieles mehr. Selbst Lydia, die schonmal ein Wrack betaucht hat und eher skeptisch war, hat den Tauchgang genossen.
Das war Spitze!!!

Shark Point und Koh Doh Mai möchte ich folgendermaßen zusammenfassen: es gab starke Strömungen, die mich so gefordert haben, dass ich teilweise unter Wasser etwas außer Atem war. Teilweise musste man direkt an der Felswand tauchen und hatte wenig Spielraum, da sonst die Strömung für ein Abdriften gesorgt hätte. Hier kann ich jetzt schon feststellen, dass solche Tauchplätze natürlich ihren Reiz haben, aber für mich nichts sind. Momentan zumindest nicht. Genauso habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mit einem Shorty weniger gerne tauche.

Das Highlight des 2. Tauchgangs war ein Seepferdchen, das für uns gepost hat. Man muss genau hinsehen um es zu finden aber dann ist es traumhaft schön.

3 Tauchgänge waren viel. Tauchen ist Sport, manche sagen sogar Extremsport dazu. Soweit würde ich nicht gehen, denn wenn man wie überall auch einige Dinge einhält, macht es einfach nur Spass und ist absolut nicht extrem.
Was mich ein wenig stolz gemacht hat, ist der Ablauf der Tauchgänge selbst. Stolz bin ich auf mich, dass nach so wenig Übungszeit es kein Problem war, den restlichen Tauchern mit viel mehr Erfahrung zu folgen und ich alles so gut im Griff hatte, dass ich mich auf die Schönheit des Meeres konzentrieren konnte.

Tja und damit sind 7 Tauchgänge vorbei. Was bleibt als Fazit?
Zunächst einmal die Erkenntnis, dass ich durch das Tauchen die ein oder andere Grenze für mich verschoben habe. Man wird dadurch kein anderer Mensch, aber man lernt Dinge über einen selbst, die man vorher gar nicht wahrgenommen hat.
Dann ein wichtiger Punkt: da unten im Meer ist Leben, das ganz zerbrechlich ist. Schützen lohnt sich!
Wer kein Taucher ist, kann nicht mitreden bei diesem Thema. Die Vorbehalte in der Gesellschaft sind leider sehr groß, wer aber einem Taucher nach dem Tauchgang ins Gesicht schaut, sieht immer nur ein breites Grinsen, egal woher derjenige auf der Welt kommt. Es muss also irgendetwas geben, das Taucher veranlasst, immer wieder in diese Fremde Welt zu gehen und als strahlender Mensch wieder aufzutauchen.

Und als letzten Punkt möchte ich einen Menschen nochmals benennen, der Lydia und mir sehr viel gebracht hat: André.
Dieser nette Typ hat uns am 1. Tag im Shop empfangen, als wenn wir Bekannte sind. Herzlich, locker, gut gelaunt. Mit einer absoluten Ruhe hat er mir alle Fähigkeiten beigebracht, die ich fürs Tauchen brauche. Er hat uns das Orchid Restaurant empfohlen und manche für uns komisch erscheinende Verhaltensweise der Thai erklärt. Wir werden bald wieder nach Deutschland zurück kehren, in unser gewohntes Umfeld. André bleibt noch eine Weile und ich bin mir nicht sicher, ob sein weiterer Lebensplan, den er uns gesagt hat, so Eintreffen wird wie er es momentan denkt. Aber ich wünsche dir André das Aller Beste und wenn du mal ein Bett zum Übernachten brauchst, melde dich. Danke für alles, Kumpel.
Es gibt so ein Sprichwort, das auf dich zutrifft: man kommt zu dir als Fremder und geht als Freund.

Also to you Boris, the Tour Guide: All the best for your future in Thailand.

Und jetzt heißt es erst einmal: gute Nacht…